Steinberg

Hoch auf der Ostseite des Weihungstals erbaut, müssen in Steinberg (530 m) früh Alemannen gesiedelt haben. Nur 400 Meter weiter nordwestlich könnte ein römischer Gutshof gelegen haben. Mittelalterliche Ortsherren waren sicher die Grafen von Kirchberg, bis im 14. Jahrhundert Ulmer Patrizier die Nachfolge antraten: erst die Familie Roth, die 1353 auch das Patronat innehatte, dann von 1440 an die Gmünder Steinhus und Haid.

Nun hatte der Ort einen eigenen Ortsadel, dessen Haus "Stein am Berg" und die Anhöhe "Berg zum Stein" genannt wurde. Daraus entstand nach verschiedenen Abwandlungen der heutige Name Steinberg. Er kann jedoch auch mit den Überresten römischen Mauerwerks, welches aus einer nicht unbedeutenden Kastellanlage am höchsten Punkt des Ortes herrührt, in Zusammenhang stehen.

Das Geschlecht der Rembold veräußerte 1503 das ganze Dorf an die Zisterzienserinnen von Gutenzell, die es aber schon 1522 an die Wiblinger Benediktiner weiterverkauften. Nachdem Napoleon das Kloster Wiblingen im Jahre 1806 aufgelöst hatte, fiel der Ort an die Krone von Bayern, wurde aber noch im gleichen Jahr endgültig württembergisch.

Die bereits 1275 erwähnte katholische Pfarrkirche St. Pankratius stellt einen Neubau des Jahres 1819 dar. Spätgotisch ist noch der sattelgedeckte, kreuzrippengewölbte und mit Staffelgiebeln und Bogenfriesen geschmückte Glockenturm (um 1519), welcher zusammen mit dem Kirchenschiff kürzlich renoviert wurde und sich als unverkennbares Wahrzeichen des Ortsteils über die Ortschaft erhebt. Besonders charakteristisch ist die mittelbare Nachbarschaft der beiden Wassertürme, welche elementarer Bestandteil des Wasserwerks Steinberg sind und die Mitgliedsgemeinden des Zweckverbands "Wasserversorgung Steinberggruppe" mit Trink- wasser versorgen.

Gemeinde Staig

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