Segnung und Eröffnung des Staiger Friedparks

04.11.2022

zu Allerheiligen

Wir wollen nicht trauern,
dass wir sie verloren haben,
sondern dankbar sein dafür, dass wir sie gehabt haben,
ja, auch jetzt noch besitzen;
denn wer heimkehrt zum Herrn,
bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie
und ist nur vorausgegangen.
Hieronymus
 

Traditionell ist der November der Monat im Jahr, in dem unsere Kirche ihrer Verstorbenen gedenkt. In Steinberg als auch in Staig fand zu Allerheiligen die Gräbersegnungauf den jeweiligen Friedhöfen statt.

Bürgermeister Jung sagte, dass die Staiger Friedhöfe für weit mehr als nur die Funktion von Ortender Bestattung stehen. Einerseits sind sie der ungestörten Totenruhe verpflichtet, andererseits sind sie aber auch Orte für die Lebenden. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde erfahren sie als Orte des Abschieds,der Trauerbewältigung, der Erinnerung und des Gedenkens, der Besinnung und der inneren Einkehr, des sich Öffnens zum Leben - zum Weiterleben.

„Friedhöfe sind heute deshalb mehr denn je von großer sozialer und kultureller Bedeutung für unsere Gemeinde: Sie sind Orte des Bleibens über den Tod hinaus“, so stellte dies Bürgermeister Jung anlässlich des Gräberbesuchs zu Allerheiligen fest.

Nach Fertigstellung des Friedparks auf dem alten Staiger Friedhof konnte auch die neue Begräbnisstätte feierlich ihrer Bestimmung übergeben und durch Herrn Pfarrer Baumann eingesegnet werden.Der Staiger Chor setzte hierfür den perfekten musikalischen Rahmen.

Im Schatten der beiden Blutbuchen können künftig Urnen in kreisförmig um die Buchen angeordneten Wahl- bzw. Reihengräbern auf den Rasenflächen beigesetzt werden. Mit der Anlage des neuen, innovativen Urnenerdgrabs im Röhrensystem können wir nun auf die immer größer werdende Nachfrage nach einer pflegefreien Bestattungsform inmitten eines parkartigen Ambientes reagieren, sagte der Bürgermeister. Mit einem abschließenden Bronzegusssiegel und der Möglichkeit, dieses mit den Lebensdaten des*r Verstorbenen zu individualisieren, sind im Friedpark Staig neue, hochwertige Grabmale entstanden, mit der Möglichkeit, bis zu vier Urnen pro Grabstätte aufnehmen zu können.

Unabhängig von Glaube, Religion, Wohlstand oder gesellschaftlichem Status
berührt gerade der Tod eines Menschen den Einzelnen wie die Gesellschaft im Innersten und so braucht auch die Trauer einen angemessenen, würdigen Ort.
Sterben sollte heute - trotz einer Tendenz zum Anonymen - kein gesellschaftliches Tabuthema mehr sein. Es unterliege wieder mehr einer offenen, individuell wie gemeinschaftlich geführten Diskussion darüber, wie der „letzte Weg“ aussehen soll und wie er aussehen kann, so beschrieb es Bürgermeister Jung in seiner Rede.
Ist es die traditionelle Beisetzung auf einem Friedhof oder eine Bestattung im Staiger Friedpark? Die Antwort muss jeder selbst für sich finden, resümierte der Bürgermeister.

Die Gemeinde Staig hält nun mit der Variante der Erdröhrenbestattung eine alternative Bestattungsform vor, welche den Bürgerinnen und Bürgern auch schon zu Lebzeiten gestattet, ihr Grab zu kaufen und bis zum Heimgang für sich und ggf. auch weitere Angehörige zu reservieren.

Gemeinde Staig

Raiffeisenstraße 7
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